In wenigen Schritten erklären wir die Grundlagen der Funktionierung und der Nutzung des warschauer Stadtverkehrs. Die beschriebenen Regeln sollen den Fahrgästen helfen, sie befreien sie aber nicht von der Pflicht die im Menu "Vorschriften" stehenden Regelungen zu kennen.
Der Warschauer Verkehrsverbund ist der Organisator des Stadtverkehrs auf dem Gebiet Warschaus. Ausgewälte Linien (sog. Zonenlinien) fahren auch über Warschaus Grenzen hinaus und zusammen bilden sie ein bequemes Verbindungsnetz im warschauer Ballungsgebiet.
Das WVV ist u.a. für die Erstellung von Fahrstrecken und Fahrplänen, den Verkauf von Fahrkarten sowie die Fahrkartenkontrolle verantwortlich.
Was wir anbieten
Das Angebot sind Straβenbahn-, Bus-, U-Bahn- sowie S-Bahn-Linien. In Abstimmug mit Bahnbeförderern gelten ausgewählte WVV-Fahrkarten auch in den Bahnen, die auf dem Gebiet des warschauer Ballungsgebiets fahren.
Was ist was
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Straβenbahnen können mit den Nummern zwischen 1 und 79 bezeichnet sein. Die Nummern 1 bis 39 umfassen die Hauptlinien.

Straβenbahnen mit den Nummern 40 bis 49 fahren zu bestimmten Zeiten des Tages oder der Woche (z.B. in den Rush-hours).

Straβenbahnen mit sonstigen Nummern fahren auf Spezial- oder Sonderlinien.

Bei einer Störung oder bei geplanten Straβenarbeiten kann der Straβenbahnverkehr angehalten werden. In solchen Fällen werden Ersatzlinien eingeführt. Diese Busse werden mit dem Buchstaben "Z" oder dem Buchstaben "Z" zusammen mit einer Zahl, z.B. Z-2, bezeichnet.

In den Straβenbahnen gelten alle Fahrkarten. Die Straβenbahnen halten an allen auf der Strecke liegenden Haltestellen. Alle Haltestellen sind auf Dauer eingerichtet.
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Busse der Standardlinien haben die Nummern von 100 bis 399, wovon die Nummern 300 bis 399 Zeitlinien (linie okresowe) sind, die zu bestimmten Zeiten am Tag oder in der Woche fahren. Diese Busse halten an allen Haltestellen.

Die Nummern 400 bis 599 bezeichnen Schnelllinien (przyspieszone), die an manchen Haltestellen nicht halten. Busse der Linien von 400 bis 499 fahren zu ausgewählten Zeiten am Tag oder in der Woche.

Die Bezeichnung mit dem Buchstaben "E" sowie mit Zahlen, z.B. E-4 gelten für Expresslinien, die eine schnelle Fortbewegung zwischen den weiter weg liegenden Stadtteilen und der Innenstadt ermöglichen. Diese Busse halten nur an ausgewählten Haltestellen, deshalb ist es ratsam die auf der jeweiligen Strecke liegenden Haltestellen zu prüfen.

Busse der Zonenlinien sind mit den Nummern von 700 bis 899 bezeichnet, wovon 800 – 899 für Zeitlinien gelten. Ausgewählte und bezeichnete Haltestellen auf den Strecken dieser Linien sind Grenzhaltestellen – sie bestimmen die Grenzen der Fahrkartenzonen.

Busse der Nachtlinien weden mit dem Buchstanem „N“ sowie mit Zahlen, z.B. N11, bezeichnet. Ausgewählte Nachtlinien sind auch Zonenlinien - ihre Strecken verlaufen in der 1. und 2. Zone. Mehr über Nachtverbindungen

In allen oben beschriebenen Bussen gelten dieselben Fahrkarten.
Gelegentlich werden spezielle Bus- und Straβenbahnlinien mit den Bezeichnungen 900-999, oder Friedhoflinien mit dem Buchstaben "C" sowie Zahlen, z.B. "C25", eingeführt.
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Die U-Bahnlinie verbindet den Stadtteil Bielany, über die Innenstadt, mit dem Stadteil Ursynów. Die U-Bahn fährt etwa zwischen 5 Uhr früh bis 1 Uhr nachts. In der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sind die U-Bahnabfahrtszeiten bis 3:00 Uhr, ale 15 Minuten, verlängert.

Bei einer Störung oder bei geplanten Streckenarbeiten kann der U-Bahnverkehr eingestellt werden. In solchen Fällen wird der Ersatzverkehr eingeführt. Die Busse und Straβenbahnen sind mit einem Piktogramm oder mit dem Buchstaben "Z" bezeichnet.
Die Regeln der U-Bahnnutzung sind etwas anders – siehe weiter.
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Die Züge der S-Bahn (poln: Szybka Kolej Miejska, abk. SKM) sind mit dem Buchstaben "S" bezeichnet. Die Linienstrecke der S-bahn verläuft in zwei verschiedenen Fahrkartenzonen. Die Fahrtkostenentrichtung ist wie bei den Buslinien geregelt.
Die Tageslinien fahren zwischen 5 und 23 Uhr. In der übrigen Zeit fahren Nachtlinien.
Die Nachtverbindungen sind etwas anders geordnet. Hauptverbindungen stellen Linien dar, die die Stadtteile mit dem Zentrum verbinden und die alle 30 oder 60 Minuten fahren. Ihre Fahrstrecken treffen an den Haltestellen am Hauptbahnhof (Dworzec Centralny) zusammen, wo Umsteigemöglichkeiten vorhanden sind. Die Busse fahren jeweils 15 und 45 Minuten nach einer vollen Stunde ab.

Die Busse der Linien N01 bis N09 sind Ringbusse, die die Innenstadt Warschaus nicht erreichen. Sie sind jedoch an ausgewählten Haltestellen zeitmäβig an die Hauptlinien angepasst.
Die Busse mit den Bezeichnungen zwischen N50 bis N59 dagegen sind zusätzlichen Randzonenlinien, die an ausgewählten Wochentagen fahren. Auch diese Linien sind an die Hauptlinien angepasst, wodurch nach dem Umsteigen das Zentrum erreicht werden kann.
Der Tarif in den Nachtbussen ist dem Tageslinientarif gleich, unter beachtung der Fahrt in zwei Fahrkartenzonen.
Das Ballungsgebiet, in dem die WVV-Linien fahren, ist in zwei Tarifzonen geteilt, die mit den Nummern 1 und 2 bezeichnet sind. Die erste Zone (1) liegt innerhalb der Grenzen Warschaus, die zweite umfasst Vororte auβerhalb der Stadt.
Zone 1 kann mit allen WVV-Fahrkarten befahren werden. In Zone 2 sollten nur Fahrkarten genutzt werden, die für Zone 1 und 2 vorgesehen sind. Die Zonengrenzen werden durch ausgewählte Grenzhaltestellen bestimmt.

Spätestens zum Zeitpunkt der Überschreitung der Zonengrenze sollte der Fahrgast über eine für die jeweilige Zone gültige Fahrkarte verfügen.

Die Grenze der Fahrakrtenzonen werden von ausgewählten Buslinien, mit den Nummern 7xx und 8xx sowie von der S-Bahnlinie S2, überschritten. Die Grenze der Fahrkartenzonen gilt auch für das Reisen mit anderen Zügen im Rahmen des Angebots "Gemeinsame Fahrkarte".
Fahrkartenerwerb
In den WVV-Fahrzeugen gelten ausschlieβlich von der WVV Warschau herausgegebene Fahrkarten. Solche Fahrkarten können im Verkaufsnetz, das u.a. die Kundenservicestellen, Postämter, bestimmte Verkaufsstellen sowie Fahrkartenautomaten umfasst, gekauft werden.

Einzel-, Minuten- sowie kurzfristige Fahrkarten werden auf einem Datenträger in Form eines mit einem Magnetstreifen versehenen Papierstreifen kodiert. Langfristige Fahrkarten werden auf der Warschauer Citycard (WCC) kodiert. Bis zum 31.12.2009 r. können die persönlichen Fahrkarten auf Karten kodiert werden, auf welchen eigenhändig der Vor- und Nachname sowie die Nummer des Lichtbildausweises des Fahrgasts einzutragen ist, andernfalls ist das Ticket ungültig. Es wurden aber Fahrkarten eingeführt, auf welchen den Vor- und Nachnamen sowie das Lichtbild der WVV selbst einträgt.
An der Haltestelle
Die WVV-Haltestellen sind mit Straβenschildern mit Bildern von Bussen oder Straβenbahnen gekennzeichnet. Diese Schilder können an einem Pfosten oder an der Haltestellenüberdachung angebracht werden.

An jeder Haltestelle befindet sich ihr Name. Mehrere Haltestellen innerhalb eines Bereichs und mit dem gleichen Namen stellen eine Gruppe dar, wobei die einzelnen Haltestellen durch eine zweistellige Nummer, die sich hinter dem Namen befindet, unterschieden werden.

An der Haltestelle sind auch Bezeichnungen der dort haltenden Buslinien angebracht. Ein Teil der Haltestellen fuktioniert für ausgewählte Buslinien als sog. Wunschhaltestellen. Bei den Linienbezeichnungen befindet sich der Text „na żądanie“ (Haltewunsch), und die Nummerumrundung ist grün (bei Tageslinien).
Damit ein Bus an der Wunschhaltestelle hält, muss dem Fahrer durch deutlich sichtbares Hochheben einer Hand, rechtzeitig ein Zeichen gegeben werden.
An den Haltestellen befinden sich auch Fahrpläne, die Abfahrtszeiten sowie die sich auf der Fahrstrecke befindenden Haltestellen beinhalten. Vorübergehend ausgehängte Fahrpläne, die z.B. mit Umleitungen verbunden sind, befinden sich auf Papier mit gelber Farbe.

Vor dem Einsteigen
Die Fahrzeuge haben auβen vorne, an der Seite sowie hinten eine Linienbezeichnung. An Fahrzeugen mit elektronischem Display an der Vorderseite steht neben der Linienbezeichnung auch die Endhaltestelle der Linie. Auf den Displays werden auch eventuelle Streckenänderungen oder verkürzte Strecken angezeigt.

An der Seite des Fahrzeugs sind an Tafeln neben der Linienbezeichnung auch die Hauptstraβen, die die Linie befährt, angegeben.

Für Linien, die vorüberghend auf geänderten Strecken fahren, sind die Linienbezeichnung und die geänderte Strecke in gelber Farbe hervorgehoben. Eine zusätzliche Information befindet sich auch auf an den Tafeln befestigten Blättern.

Nach dem Anhalten des Fahrzeugs an einer Haltestelle, insbesondere in der Herbst- und Winterzeit, sollte der Fahrgast die Tur selbstständig durch Drücken der sich neben der Tür befindenen Türöffnungstaste öffnen.
Das selbstständige Türöfffnen funktioniert auch in der Sommerzeit in Fahrzeugen, die mit einer Klimaanlage ausgestattet sind.

Zum Einsteigen können alle Türen genutzt werden. Vorrang vor den einsteigenden haben die aussteigenden Fahrgäste. Nach dem Signalton ist das Aussteigen nicht gestattet.
Im Fahrzeug
An den Türen in Bussen, Straβen- und S-Bahnen befinden sich Fahrkartenentwerter. Eine Fahrkarte, die vorher nicht entwertet wurde, also jede Einzelfahrkarte sowie bisher nicht genutzte Minuten- und befristete Fahrkarten, sollten unverzüglich nach dem Einsteigen entwertet werden.

So genannte Papierstreifenfahrkarten werden durch die Einführung in die Öffnung am Entwerter entwertet. Damit die Fahrkarte entwertet wird sollte sie leicht hinengeschoben und losgelassen werden. Das Entwerten wird durch einen Signalton und das Aufleuchten des grünen Lämpchens am Entwerter bestätigt.
Die auf Annäherungskarten gespeicherten Fahrkarten werden durch das Annähern an die dafür bestimmte Fläche des Entwerters entwertet. Das richtige Entwerten wird auch durch einen Signalton und das grüne Lämpchen bestätigt.
mehr über die Fahrkartenentwertung
Personen, die vor dem Einsteigen keine Fahrkarte erworben haben, haben die Möglichkeit eine Fahrkarte beim Fahrer oder beim Zugführer der S-Bahn zu kaufen. Es sollte jedocht beachtet werden, dass es sich dabei nur um eine ergänzende Möglichkeit des Fahrkartenerwerbs handelt. Deswegen muss damit gerechnet werden, dass der Fahrer im gegebenen Zeitpunkt über keine Fahrkarten verfügen wird.
In jedem Fahrzeug befinden sich Informationen über die Nummer der Linie, ihre Fahrstrecke und Haltestellen. Sie befinden sich an der rechten Seite in Form einer dauerhaft befestigten Tafel. In einem Teil der Straβenbahnen werden diese Informationen auf einem Display präsentiert.

In den neueren Fahrzeugen sind auch elektronische Displays installiert, die die Nummer der Linie, die Strecke sowie die Information über die derzeitige und die nächste Haltestelle darstellen. In manchen Straβenbahnen und Bussen wird die Information über Haltestellen auch in Form von Durchsagen erteilt.

Auf den im Fahrzeug vorhandenen Information sind Haltestellen "auf Haltewunsch" hervorgehoben.
Ein Fahrgast, der an einer solchen Haltestelle aussteigen möchte, sollte sein Vorhaben durch das Drücken der Stop-, bzw. der Haltewunschtaste (poln. "Stop" oder "na żądanie"), melden.

Die Eingänge zu den U-Bahnstationen sind mit einem Piktogramm und dem Namen der Station bezeichnet. Vor dem Zugang zum Bahnsteig befinden sich Fahrkartenschranken. Ähnlich wie die Entwerter haben die Schranken eine für die Annäherung bestimmte Fläche sowie eine Öffnung zum Einführen der Fahrkarten. Der Zutritt zum Bahnsteig ist nur mit einer gültigen Fahrkarte möglich. Nicht entwertete Fahrkarten sollten vor dem Eingang entwertet werden. Die entwerteten Karten dienen zur Öffnung der Schranken – es sollte wie mit nicht entwerteten Fahkarten verfahren werden.

An den Aufzügen sind Fahrkartenentwerter, ähnlich denen in Bussen und Straβenbahnen, angebracht. Die Aufzüge ermöglichen es die Bahnsteige der U-Bahn solche Personen zu erreichen, die bewegungsbehindert sind oder gröβeres Gepäck haben.

Am Bahnsteig sind die Fahrtrichtungen der Züge auf groβen Tafeln angezeigt. Diese Richtungen werden auch vorne an den Zügen angegeben.

In den Wagen ist über jeder Tür das Linienschema mit einzelnen Haltestellen angebracht. Die Namen der kommenden Stationen werden in einer Lautsprecherdurchsage angekündigt, und in einem Teil der Züge werden sie auch auf elektornischen Displays angezeigt.

Beim Verlassen der Station ist es beim Überqueren der Schranken nicht erforderlich die Fahrkarten zu entwerten – die Schranken lassen sich ungehindert öffnen.
Mit Gepäck oder Tier
In den WVV-Fahrzeugen können Gepack und Tiere kostenlos mitgenommen werden. Zu beachten ist, dass das Gepäck anderen Fahrgästen den Weg nicht versperrt und keine Beschmutztungsgefahr darstellt sowie die Sicherheit der Fahrgäste auf sonstige Weise nicht bedroht. Gepäck und Tiere dürfen nicht auf Sitzplätzen mitfahren.

Kleinere Tiere sollten in Körben, Käfigen oder Boxen befördert werden. Hunde müssen an der Leine sein und einen Maulkorb tragen. Zusätzlich sollte der den Hund mitnehmende Fahrgast einen aktuellen Ausweis dabei haben, der die Gültigkeit der Tollwutimpfung bescheinigt.